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Über mich

..gibt es nicht viel zu erzählen..

das ist der Satz, mit dem fast jeder im Netz eine Beschreibung über sich selbst beginnt. Bei mir ist das anders.. Erstens, weil ich ein sehr mitteilsamer Mensch bin und zweitens hab ich immer etwas zu erzählen.

1959 wurde ich als Christa in diese Welt geboren. Sie hat es mir nicht immer leicht gemacht, in ihr zu leben - das kann man wohl sagen. Sehr früh musste ich erwachsen werden. In einer typischen Großfamilie in Duisburg hat man als Kind und Jugendliche keine Zeit sich mit Puppen zu beschäftigen. Man begleitet die Mutter aufs Sozialamt und sieht zu, dass man eine Lehrstelle bekommt um die Kasse aufzubessern. Zeitungen austragen vor dem Unterricht gehörte genauso zur Tagesordnung, wie der Zentimeter dicke Staub der Thyssen-Kokerei auf den Fensterbänken. Anfang der 70er Jahre gab es in Duisburg-Bruckhausen keine wirklich weiße Wäsche, wenn sie an der "frischen" Luft getrocknet wurde.

Mittlerweile 50 Jahre jung habe ich einen Teil meines Ziels erreicht..

Ich lebe nicht vom Sozialamt und bin Buchhalterin geworden - Ironie des Schicksals. Meinen Beruf übe ich nun seit fast 30 Jahren aus.. und er macht mir auch tatsächlich noch Spaß. Nicht alles in einer Buchhaltung dreht sich um so trockenen Stoff, wie Steuern, Bemessungsgrundlagen, Ausgleichsabgaben und Betriebsprüfungen... und schon gar nicht in der Buchhaltung einer Duisburger Spedition.

Ich habe einen zweiten Ehemann vorzuweisen, der mir den Nachnamen Canitz verpasste - und einen erwachsenen Sohn, der sein eigenes, hartes Päckchen zu tragen hat.

Nach einigen heftigen Berg- und Talfahrten in meinem Leben, ist mein nächstes Ziel nun zum Greifen nah.. Ein eigenes Buch. Der Wunsch danach wurde ganz zart geweckt. Zunächst durch das Schreiben eines Tagebuches. Später häuften sich Gedichte und einige Kurzgeschichten, um irgendwo gesammelt zu werden, und ein nicht kleiner Teil eines Romans wollte auch das Licht der Bücherwelt erblicken. Ich begann, meine Texte im Internet zu veröffentlichen:

www.mystorys.de

www.myspace.de

Bald reichte mir das nicht mehr.. ich wollte etwas eigenes in Händen halten.

Der entscheidende Schritt musste getan werden. Ich suchte mir einen Verlag. Nachdem ich bereits ein Jahr lang meine Texte im Internet veröffentlicht hatte, sollte es nun ans eingemachte gehen. Ein Verlag bot mir all das, was ich als damals blutige Anfängerin (..so bezeichne ich mich manchmal heute noch) brauchte. Viel Hilfe bei all meinen Fragen, das nötige Feedback und ein professionelles Arbeiten im großen Kreis von gleichgesinnten Freunden. Leider entpuppte sich dieser Verlag als riesiger Flopp... Es wurde mit den Gefühlen von Autoren gespielt, Versprechungen gemacht und letztendlich - nachdem auch die dort heimischen, schreibenden Missbrauchsopfer wieder einmal menschlich zutiefst enttäuscht wurden - der Verlag sang und klanglos geschlossen. Wie gehts weiter....

Ich suche mir einen neuen Verlag, denn aufgeben zählt nicht!


Sie haben es sicher längst bemerkt... ich bin ein echtes Ruhrpottpflänzchen. Und so begann ich auch im heimischen Dialekt Kurzgeschichten zu schreiben. 



Tana Schanzara und Herbert Knebel waren und sind die Ruhrpottfiguren, über die ich am meisten lachen kann... sie trafen meinen humoristischen Nerv an genau der richtigen Stelle. Und natürlich inspirierten mich die Texte von Mimi Müller zum Schreiben in Pott-Dialekt. Oft sind es so Kleinigkeiten wie ein Pickelchen auf der Stirn meiner Kollegin, unter dem sie zu leiden hat - und schon verknoten sich meine Hirnwindungen um das, was mir dazu spontan einfällt, möglichst schnell in die Tasten zu bringen.


Ich bin ein sehr humorvoller Mensch und lache auch sehr gern mal über mich selbst. Man sollte sich selbst und das Leben als solches nicht immer so ernst und streng nehmen.. es wird ernst genug, wenn wir um unsere Rechte kämpfen müssen. Sei es in der Gesundheitspolitik oder in Rentenfragen - um nur mal die kleinsten, splissigen Enden dieses Rattenschwanzes zu erfassen. Es läuft einiges quer im Staate Deutschland und in der Welt.. aber ohne Humor zur rechten Zeit und auch mal an unangebrachter Stelle, ließe sich das ganze doch nur viel schlechter ertragen.

Wo man lacht, da lass Dich ruhig nieder.. böse Menschen haben keine Lieder!







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